Mushroom Tales – From the End of the World
Foto: Alessa Müller
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Mushroom Tales – From the End of the World

Immersives Drag-Theater · ca. 60 Minuten · mit dem Berliner Kollektiv Creature Kin

Meine Rolle Performance als Queen Cordyceps · Kostüm

Die Menschheit hatte ihre Chance. Jetzt übernehmen die Pilze.

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Mushroom Tales ist ein einstündiges immersives Drag-Theaterstück entwickelt mit Creature Kin, einem Berliner Kollektiv queerer und trans Performer*innen, das zu Monstrosität, Otherness und more-than-human Kinship arbeitet.

In einem postapokalyptischen Ferropolis folgt das Stück einem besessenen Pilzforscher auf der Suche nach Antworten inmitten der menschengemachten Verwüstung der Erde. Unterwegs begegnet er schelmischen Pilzwesen – Tricksern, Mess-Mates und Kreaturen des Unterholzes –, die dominante Vorstellungen von "Natur", Fortschritt und der Trennung von Mensch und Umwelt auf den Kopf stellen. Das Publikum wird durch geteilte Rituale, Masken und interaktive Performances selbst Teil des Ökosystems: Der Raum funktioniert als lebendiges Netzwerk, in dem Körper, Klänge und Bewegungen zirkulieren wie Sporen. Während der Pilzforscher seine "Fungalisierung" durchläuft, kippt die Erzählung von Survival zu Symbiose – aus "Ich" wird "Wir".

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Meine Rolle: Queen Cordyceps

Ich performe Queen Cordyceps – die Königin des myzelialen Untergrunds, gekommen, um den menschlichen Geist zu infizieren und ihm den einzig wahren Grund zu zeigen: meinen. Eerie, hypnotisch, befehlend erhaben – eine Empress, die scheinbar unendlich groß und mächtig über der Szene thront.

Als durational Performance bin ich über lange Zeit Teil des Bühnenbildes, bevor ich zu meinem Auftritt zum Leben erwache – mit einem überraschenden Reveal aus einem Kokon. In einer Mischung aus Runway, Heels Performance, Lip Sync und Tanz etabliere ich Queen Cordyceps als hypnotische Beschwörerin der Pilzrevolution und ästhetische Ikone: Pilze in allen Formen sprießen aus meinem Kostüm, leuchten und glitzern auf der Bühne und tauchen die Figur in ein eerie Halo. Im letzten Akt lasse ich über ein eigens entwickeltes pneumatisches System lange, weiß-fleddrige Tentakel gezielt aus meinem Kostüm herauswachsen – die Cordyceps-Ästhetik der Übernahme und des parasitären Wachstums wird in Echtzeit am Körper sichtbar. Die Performance endet mit der Infiltrierung des Pilzforschers und einem hypnotischen Tanz an meinem Haken.